Ein Wohn- und Geschäftsgebäude an der Rheinlanddamm in Dortmund steht auf einer eiszeitlichen Schmelzwasserterrasse, die von wechselnden Sanden, Kiesen und Geschiebemergeln geprägt ist. Für die Gründungsplanung reicht eine einfache Klassifikation nicht aus – der Triaxialversuch liefert hier die entscheidenden Parameter: effektive Scherfestigkeit, Porenwasserdruckentwicklung und Steifemodul unter definierten Randbedingungen. In Dortmund, wo der Grundwasserspiegel oft nur zwei bis drei Meter unter Gelände liegt, ist die drainierte oder konsolidierte undränierte Prüfung unverzichtbar, um das Tragverhalten unter Last wirklich zu verstehen. Das Labor arbeitet nach DIN 18137 und ISO 17025 und unterstützt Planer dabei, Überdimensionierung zu vermeiden.

Der Triaxialversuch liefert die druckabhängige Scherfestigkeit – ohne ihn bleibt die Standsicherheitsbewertung in Dortmunds heterogenen Lockergesteinen unvollständig.
Angewandte Methodik in Dortmund
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Ein häufiger Fehler in Dortmunder Bauprojekten ist der Verzicht auf den Triaxialversuch zugunsten billigerer Indexversuche. Die Folge: Die Bemessung basiert auf geschätzten Scherparametern, die in den Wechsellagerungen aus sandigem Kies und schluffigem Ton weit von der Realität abweichen. Besonders kritisch wird es bei Bauwerken mit hohen Lasten oder in Hanglagen – hier führen falsche Werte zu überdimensionierten Fundamenten oder, schlimmer noch, zu Setzungsschäden. Wer den Triaxialversuch auslässt, spart kurzfristig, riskiert aber langfristig erhebliche Nachträge.
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Der Triaxialversuch wird ergänzt durch weitere Labor- und Felduntersuchungen, die ein vollständiges Bild des Baugrunds ergeben.
Konsolidierter undränierter Triaxialversuch (CU)
Der CU-Versuch simuliert die Belastung eines wassergesättigten Bodens unter schneller Lasteintragung – typisch für Fundamente oder Verkehrslasten. Er liefert die effektiven Scherparameter φ' und c' sowie die undränierte Scherfestigkeit cu.
Drainierter Triaxialversuch (CD)
Der CD-Versuch eignet sich für langsame Belastungen, etwa bei Dämmen oder Böschungen. Die Drainage bleibt während der gesamten Scherphase geöffnet, sodass die effektiven Spannungen direkt aus der Messung abgeleitet werden.
Häufig gestellte Fragen
Welche Probenvorbereitung ist für den Triaxialversuch in Dortmund üblich?
Die Proben werden aus ungestörten Stechzylinderproben oder aus gestörten Proben mit definierter Einbaudichte hergestellt. In Dortmunds schluffigen Tonen ist eine schonende Entnahme entscheidend, um die natürliche Struktur zu erhalten.
Wie lange dauert ein Triaxialversuch im Labor?
Ein konsolidierter undränierter Versuch (CU) benötigt je nach Durchlässigkeit des Bodens drei bis sieben Tage. Bei drainierten Versuchen (CD) kann die Dauer auf bis zu zwei Wochen ansteigen, da die vollständige Konsolidierung abgewartet werden muss.
Was kostet ein Triaxialversuch in Dortmund?
Die Kosten liegen referenziell zwischen 1.660 und 2.780 Euro pro Probe, abhängig von der Versuchsart (CU, CD, UU) und der erforderlichen Probengröße. Bei größeren Projekten mit mehreren Proben sind Staffelungen möglich.
Wann ist ein Triaxialversuch zwingend erforderlich?
Immer dann, wenn eine genaue Scherfestigkeits- und Steifigkeitsermittlung für die Gründungsbemessung nötig ist – etwa bei Hochhäusern, Brückenwiderlagern oder Böschungen. In Dortmunds heterogenem Baugrund ersetzt er keine andere Prüfung, aber keine reicht ohne ihn.
Welche Parameter liefert der Triaxialversuch für die Standsicherheit?
Der Versuch liefert den effektiven Reibungswinkel φ', die effektive Kohäsion c' sowie die undränierte Scherfestigkeit cu. Zusätzlich wird der Steifemodul E50 aus der Spannungs-Dehnungs-Kurve abgeleitet – direkt verwendbar für Setzungsberechnungen.