Während im Dortmunder Norden, etwa rund um den Hafen, meist sandige Kiese aus der Emscher-Niederterrasse anstehen, dominieren im Süden, nahe dem Ardeygebirge, tonig-schluffige Verwitterungsböden. Diese setzungsempfindlichen Böden reagieren schon auf geringe Laständerungen mit ungleichmäßigen Verformungen. Wer in Dortmund baut, muss daher die Tragfähigkeit und das Quell- beziehungsweise Setzungsverhalten des Untergrunds genau kennen. Andernfalls drohen Risse in Fundamenten oder Schäden an Leitungen. Eine fundierte Bewertung von setzungsempfindlichen Böden ist der erste Schritt, um das Bauvorhaben wirtschaftlich und standsicher zu realisieren. Dazu gehört auch eine differenzierte Klassifikation der Bodenschichten nach DIN 18196, um die maßgeblichen Kennwerte zu ermitteln.

Bei tonig-schluffigen Böden im Dortmunder Süden können die tatsächlichen Setzungen das Zwei- bis Dreifache der berechneten Werte betragen.
Angewandte Methodik in Dortmund
- Entnahme ungestörter Proben für den Ödometer-Versuch (Steifemodul)
- Bestimmung der Konsistenzgrenzen nach DIN 18122
- Ermittlung des natürlichen Wassergehalts und der Lagerungsdichte
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Die geologische Karte von Dortmund zeigt im Stadtgebiet eine Wechselfolge aus tertiären Tonen, quartären Kiesen und Lösslehmschichten. Die Grundwasseroberfläche liegt in den Tälern der Emscher und ihrer Nebenflüsse oft nur 2–4 Meter unter Gelände. Bei einer Bewertung von setzungsempfindlichen Böden darf dieser hohe Grundwasserstand nicht unterschätzt werden: Durch Wasserzutritt können tonige Schichten aufweichen und ihr Tragverhalten dramatisch verlieren. Zudem reagieren die Lösslehme im Dortmunder Osten auf zusätzliche Feuchtigkeit mit Setzungen – ein Phänomen, das als „Kollaps“ bezeichnet wird. Wer diese Risiken ignoriert, riskiert nicht nur hohe Sanierungskosten, sondern auch langwierige Rechtsstreitigkeiten mit Nachbarn.
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Unser geotechnisches Labor bietet speziell für die Anforderungen der setzungsempfindlichen Böden in Dortmund folgende Leistungen an:
Ödometer-Versuche an ungestörten Proben
Bestimmung des Steifemoduls und des Setzungsverhaltens unter definierten Laststufen nach DIN 18135.
Quell- und Schrumpfversuche
Ermittlung des Quellpotentials und des Schrumpfmaßes toniger Böden, um die Volumenänderung bei Feuchtewechsel zu quantifizieren.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Bewertung von setzungsempfindlichen Böden in Dortmund?
Die Kosten für eine fundierte Bewertung liegen je nach Umfang der Feld- und Laborarbeiten zwischen 720 € und 2.100 €. Der genaue Preis hängt von der Anzahl der Bohrpunkte und der erforderlichen Laborversuche ab.
Welche Normen gelten für die Bewertung setzungsempfindlicher Böden in Deutschland?
In Deutschland sind vor allem die DIN 18196 (Bodenklassifikation), die DIN 18135 (Einaxialer Druckversuch) sowie die DIN 18122 (Konsistenzgrenzen) maßgeblich. Für die Setzungsberechnung wird zudem die DIN 4019 herangezogen.
Wie lange dauert eine geotechnische Untersuchung setzungsempfindlicher Böden?
Eine vollständige Untersuchung – von der Feldarbeit (Rammkernsondierung, Probenentnahme) bis zu den Laborversuchen – dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen. Bei dringenden Projekten ist eine Beschleunigung durch parallele Bearbeitung möglich.
Welche Gefahren birgt ein nicht erkannter setzungsempfindlicher Boden?
Unentdeckte setzungsempfindliche Schichten können zu ungleichmäßigen Setzungen führen, die Risse in Fundamenten, Wänden und Decken verursachen. Im schlimmsten Fall droht die Standsicherheit des gesamten Bauwerks beeinträchtigt zu werden, was aufwendige Sanierungen nach sich zieht.