Dortmund wuchs im 19. Jahrhundert rasant zur Industriemetropole des Ruhrgebiets – mit Zechen, Kokereien und Stahlwerken entstanden auch großflächige Ablagerungen von Bergematerial und Produktionsrückständen. Heute erfordern diese Altlasten sowie moderne Siedlungsabfälle eine fachgerechte geotechnische Bewertung von Deponiestandorten. Unser Labor untersucht Tragfähigkeit, Dichtigkeit und Langzeitstabilität von Deponiekörpern. Vor der Planung neuer Ablagerungsflächen prüfen wir den Untergrund mit CBR-Versuchen zur Tragfähigkeitsermittlung und führen Klassifikationen der Abfallmatrix nach Deponieverordnung durch.

Die Standsicherheit eines Deponiekörpers hängt maßgeblich von der Scherfestigkeit der Abfallmatrix und der Dichtigkeit des mineralischen Abdichtungssystems ab.
Angewandte Methodik in Dortmund
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Die geologische Situation in Dortmund ist durch oberflächennahe Flöze und Bergsenkungsgebiete geprägt, die zu ungleichmäßigen Setzungen unter Deponieauflasten führen können. Im Untergrund stehen häufig schluffig-tonige Geschiebemergel an, die bei Durchfeuchtung ihr Quellverhalten ändern. Hinzu kommt das Risiko von Altbergbau-Hohlräumen, die eine plötzliche Nachgiebigkeit des Baugrunds verursachen. Unser geotechnisches Gutachten zur Deponie in Dortmund umfasst daher immer eine Erkundung auf Tagesbrüche und eine detaillierte Setzungsberechnung nach Eurocode 7.
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Unser Leistungsspektrum für die Geotechnik von Deponien in Dortmund umfasst folgende Fachbereiche:
Abdichtungssysteme prüfen
Mineralische Dichtungen, Bentonitmatten und Kunststoffdichtungsbahnen (KDB) werden hinsichtlich Wasserdurchlässigkeit und mechanischer Beständigkeit getestet.
Standsicherheitsnachweise
Berechnung der Böschungsstandsicherheit, Setzungsprognose und Nachweis der Grundbruchsicherheit nach DepV unter Berücksichtigung des Abfallalters.
Sickerwasserprognose
Langzeitversuche zur Ermittlung des Sickerwasseranfalls und der Schadstoffmobilität im Deponiekörper mit gekoppelten hydraulischen Modellen.
Altlastenuntersuchung
Erkundung von Altablagerungen mit Rammkernsondierungen, Entnahme von Feststoff- und Eluatproben, Bewertung nach LAGA M20.
Häufig gestellte Fragen
Welche Prüfungen sind für die Deponieabdichtung in Dortmund gesetzlich vorgeschrieben?
Die Deponieverordnung (DepV) schreibt für die mineralische Abdichtung einen Plattendruckversuch mit Ev2 ≥ 45 MN/m² sowie einen Wasserdurchlässigkeitsbeiwert von k ≤ 5×10⁻¹⁰ m/s vor. Zusätzlich sind für Kunststoffdichtungsbahnen Nachweise der Reibungsparameter und der Durchstanzsicherheit erforderlich.
Wie lange dauert eine geotechnische Untersuchung für eine Deponie in Dortmund?
Die Dauer hängt vom Umfang der Erkundung ab. Für eine Standarduntersuchung mit 3–5 Bohrungen, Laborversuchen (Scherfestigkeit, Durchlässigkeit, Proctordichte) und Standsicherheitsnachweis rechnen wir mit 4 bis 8 Wochen. Bei Altlastenverdacht oder Bergbauproblemen kann sich die Bearbeitungszeit verlängern.
Welche Kosten verursacht ein geotechnisches Gutachten für eine Deponie?
Der Kostenrahmen für ein vollständiges Gutachten inklusive Feldarbeiten und Laborversuchen liegt zwischen 1.660 und 8.640 Euro. Der genaue Preis hängt von der Deponiegröße, der Anzahl der Bohrpunkte und dem Umfang der Laboruntersuchungen ab.
Muss bei einer bestehenden Deponie in Dortmund eine Nachuntersuchung durchgeführt werden?
Ja, die DepV schreibt in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der Standsicherheit und der Dichtigkeit vor. Wir empfehlen eine Nachuntersuchung alle 5 Jahre oder nach außergewöhnlichen Ereignissen wie Starkregen oder Erdbeben. Dabei werden Setzungspegel, Porenwasserdrücke und die Qualität der Dichtungsschichten kontrolliert.