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Dortmund, Germany

Schürfgrube in Dortmund – Geotechnische Erkundung für Bauvorhaben

Dortmund wuchs im 19. Jahrhundert als Zentrum des Ruhrbergbaus rasant: Zechen, Kokereien und die Stahlindustrie prägten das Stadtbild. Heute sind viele dieser Flächen Konversionsgebiete, auf denen neue Wohn- und Gewerbeprojekte entstehen. Für Bauvorhaben auf ehemaligen Industriearealen oder in den alten Stadtquartieren ist eine direkte visuelle Beurteilung des Untergrunds unerlässlich. Eine Schürfgrube in Dortmund liefert dabei aufschlussreiche Ergebnisse: Wir legen den Boden bis zur geplanten Gründungstiefe frei, dokumentieren Schichtgrenzen, erfassen Auffüllungen und entnehmen gestörte und ungestörte Proben für die anschließende Laboranalyse. Diese Methode ergänzen wir bei Bedarf mit einem [geophysikalischen Verfahren wie der MASW](/masw-vs30/), um auch flächige Aussagen über die Steifigkeit des Baugrunds zu erhalten.

Illustratives Bild von Calicatas exploratorias in Dortmund
Eine Schürfgrube in Dortmund deckt Auffüllungen, Bergbaurelikte und Schichtwechsel auf, die keine Bohrung der Welt so klar zeigt.

Angewandte Methodik in Dortmund

Wer in Dortmund baut, trifft häufig auf eine Wechselfolge aus sandigen Kiesen der Emscher-Formation, gespickt mit anthropogenen Auffüllungen aus der Bergbauzeit. Aus unserer Erfahrung heraus ist die Schürfgrube dann das Mittel der Wahl, wenn Sie eine rasche, kostengünstige Erstbewertung benötigen – etwa für Einfamilienhäuser, kleine Gewerbeeinheiten oder Kanaltrassen. Wir führen die Arbeiten nach DIN EN 1997-2 und DIN 4020 durch: Der Aushub erfolgt stufenweise, die Schichten werden fotografisch und zeichnerisch erfasst. Die gewonnenen Proben klassifizieren wir im Labor nach DIN 18196. Für ein vollständiges Bild kombinieren wir die Schürfgrube oft mit direkten Sondierungen wie dem SPT, um die Lagerungsdichte nichtbindiger Böden zu quantifizieren.
Schürfgrube in Dortmund – Geotechnische Erkundung für Bauvorhaben
ParameterTypischer Wert
Maximale Tiefe4,0 m (baggerbar, abhängig von Grundwasser)
Typische Abmessung2,5 × 1,0 m (Grundfläche)
ProbenahmeGestört (Eimer) und ungestört (Stechzylinder, Kasten)
BodenklassifikationNach DIN 18196 (Bodengruppe) und DIN 4023 (Schichtbeschreibung)
WasserhaltungBei Bedarf mit Tauchpumpe oder offener Wasserhaltung
Dauer pro Aufschluss1–2 Stunden inklusive Dokumentation

Typische technische Herausforderungen in Dortmund

Der Untergrund Dortmunds ist durch den historischen Bergbau vielerorts gestört: Tagesbrüche, unverfüllte Stollen oder schadhafte Schächte können auf einer Baustelle auftauchen. Wird eine Schürfgrube zu flach angelegt oder der Aushub nicht ausreichend gesichert, übersieht man solche Hohlräume leicht. Zudem liegt der Grundwasserspiegel in den Emscherniederungen oft nur 2 bis 3 Meter unter Gelände – bei einer Schürfgrube muss dann die Wasserhaltung von Anfang an eingeplant sein. Unser Team achtet streng auf DIN 4124 (Baugruben und Gräben), um Böschungsbrüche zu vermeiden. Die offene Grube wird grundsätzlich durch einen verantwortlichen Bauleiter freigegeben.

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Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.sbs
Anwendbare Normen: DIN EN 1997-2 (Eurocode 7 – Erkundung und Prüfung), DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN 4124 (Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten), DIN 18196 (Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke)

Unsere Leistungen

Über die reine Schürfgrube hinaus bieten wir in Dortmund ergänzende Leistungen an, die Ihre Bauplanung auf ein solides Fundament stellen.

Schürfgrube mit Probenahme und Labor

Wir öffnen die Grube, dokumentieren das Schichtenprofil, entnehmen gestörte und ungestörte Proben und führen im Anschluss die Klassifikation (Korngrößenverteilung, Wassergehalt, Glühverlust) nach DIN 18196 durch.

Schürfgrube für Kampfmittel- und Altlastenverdacht

Auf ehemaligen Industrieflächen in Dortmund ist der Verdacht auf Rüstungsaltlasten oder Schlacken oft hoch. Wir führen die Schürfgrube unter Begleitung eines Sachverständigen für Altlasten durch und beproben Auffüllungen gezielt auf Schadstoffe.

Häufig gestellte Fragen

Wie tief kann eine Schürfgrube in Dortmund maximal werden?

Mit einem Standardbagger erreichen wir in der Regel 4,0 Meter Tiefe. Steht das Grundwasser höher, muss die Grube entweder abgedichtet oder mit einer Wasserhaltung betrieben werden. In sensiblen Bereichen mit Bergbauhohlräumen empfehlen wir vorab eine geophysikalische Vorerkundung.

Welche Kosten sind für eine Schürfgrube in Dortmund üblich?

Der Richtpreis für eine Schürfgrube in Dortmund liegt zwischen 480 und 830 Euro pro Aufschluss, abhängig von Tiefe, Bodenart und erforderlicher Wasserhaltung. Hinzu kommen ggf. Kosten für die Laboranalyse der entnommenen Proben.

Wann ist eine Schürfgrube besser als eine Rammkernsondierung?

Wenn Sie den Boden mit eigenen Augen sehen müssen – etwa bei Auffüllungen, Schlacken oder organischen Lagen – ist die Schürfgrube unschlagbar. Eine Rammkernsondierung liefert nur den Bohrkern, keine flächige Ansicht. Für reine Festigkeitswerte in Sanden ist dagegen der SPT oder die Rammsondierung effizienter.

Abdeckung in Dortmund