Die industrielle Entwicklung Dortmunds im 19. und 20. Jahrhundert prägte das heutige Stadtbild mit einem dichten Netz aus Verkehrswegen, das auf den wechselhaften Böden des Ruhrgebiets gründet. Unterhalb der Asphaltdecken finden sich häufig Auffüllungen, Bergsenkungsbereiche und grundwasserbeeinflusste Schichten, die eine durchdachte geotechnische Straßenentwässerung zwingend erforderlich machen. Ohne ein funktionierendes System aus Dränagen und Sickerschichten drohen Vernässungen, Frostschäden und Setzungen, die den Fahrbahnaufbau langfristig zerstören. Die Analyse der örtlichen Bodenverhältnisse beginnt daher mit einer geotechnischen Erkundung, die Aufschluss über Durchlässigkeit und Schichtung gibt.

In Dortmunds urbanem Gefüge aus Altlasten und Grundwasser entscheidet die präzise Erfassung der Sickereigenschaften über die Lebensdauer jedes Straßenabschnitts.
Angewandte Methodik in Dortmund
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Die europäische Norm DIN EN 1997-1 (Eurocode 7) in Verbindung mit der nationalen Anwendungsregel DIN 1054:2018-04 definiert die Grenzzustände für Entwässerungsanlagen im Verkehrswegebau. In Dortmund ist die Berücksichtigung von Bergsenkungsgebieten besonders relevant, da diese zu ungleichmäßigen Setzungen der Dränageleitungen führen können. Ein Ausfall der Entwässerung durch Verstopfung oder Bruch verursacht rasch eine Aufweichung des Untergrunds, die Tragfähigkeitseinbußen von bis zu 50 % nach sich zieht. Die systematische Überwachung von Setzungsraten an neuralgischen Punkten erlaubt es, Schäden frühzeitig zu erkennen und kostspielige Sanierungen zu vermeiden.
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Unser Leistungsspektrum für eine normgerechte geotechnische Straßenentwässerung in Dortmund umfasst folgende Kernbereiche:
Feldversuche zur Durchlässigkeit
Open-End-Tests, Packertests und Infiltrationsversuche zur Ermittlung von kf-Werten in situ, abgestimmt auf die heterogenen Böden des Ruhrgebiets.
Dimensionierung von Dränagesystemen
Bemessung von Rohr- und Sickersträngen, Abständen und Korngrößen nach DWA-A 138 unter Berücksichtigung lokaler Niederschlagsdaten und Grundwasserstände.
Qualitätssicherung beim Einbau
Prüfung der Verdichtung und Kornabstufung von Filtersanden und -kiesen während der Bauausführung zur Sicherstellung der Dauerfunktion.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten in Dortmund erschweren die Straßenentwässerung?
Typisch sind schluffige und tonige Böden (Geschiebelehm, Auenlehme) sowie anthropogene Auffüllungen mit geringer Durchlässigkeit. Diese erfordern oft zusätzliche Maßnahmen wie den Einbau von Dränmatten oder den Austausch von Oberboden, um eine ausreichende Versickerung zu gewährleisten.
Wie läuft eine geotechnische Untersuchung für die Straßenentwässerung ab?
Zuerst erfolgt eine Vorerkundung mittels Schürfgruben oder Kleinbohrungen zur Bestimmung der Schichtgrenzen. Anschließend werden Feldversuche wie Infiltrations- oder Packertests durchgeführt, um die kf-Werte zu ermitteln. Die Ergebnisse fließen in die hydraulische Berechnung nach DWA-A 138 ein.
Welche Kosten sind für eine solche Untersuchung in Dortmund üblich?
Die Kosten für eine geotechnische Straßenentwässerungsuntersuchung liegen in Dortmund zwischen 650 und 2.090 Euro, abhängig von Anzahl und Tiefe der Aufschlüsse sowie dem Umfang der Feldversuche.
Welche Normen gelten für die Planung von Straßenentwässerungen?
Maßgeblich sind DIN EN 1997-1 (Eurocode 7) mit nationalem Anhang, DIN 1054:2018-04 für die Standsicherheit, DWA-A 138 für die Versickerungsplanung und ZTV E-StB für die erdbautechnische Ausführung im Straßenbau.