Geophysikalische Erkundungen in Dortmund decken die zielsichere Erfassung von Bodenstrukturen, Hohlräumen und Grundwasserleitern ab, die durch die heterogene Geologie des Ruhrgebiets – verwitterte Karbon- und Kreideschichten sowie quartäre Lockersedimente – geprägt sind. Verfahren wie die elektrische Widerstandsmessung (VES) ermöglichen eine tiefengestaffelte Schichtanalyse, während Georadar (GPR) oberflächennahe Störzonen und Leitungen hochauflösend abbildet. Diese Methoden erfüllen die Anforderungen der DIN 4020 an Baugrunderkundungen und liefern belastbare Kennwerte für die Standsicherheitsbewertung.
Solche Untersuchungen sind essenziell für Infrastrukturprojekte, den Tunnel- und Kanalbau sowie die Beweissicherung an Bestandsgebäuden im urbanen Raum Dortmunds. Ergänzend bietet die seismische Tomographie detaillierte Einblicke in die Festgesteinsgeometrie, um Gründungsrisiken frühzeitig zu minimieren und Sanierungskonzepte datenbasiert auszulegen.

Ein unterschätzter Aspekt in Dortmund ist der Einfluss alter Bergsenkungen: Sie verändern die Entwässerung und damit die Tragfähigkeit über die Nutzungsdauer.
Angewandte Methodik in Dortmund
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
In Dortmund sehen wir immer wieder, dass die oberflächennahen Sande durch jahrzehntelange Grundwasserabsenkung infolge des Bergbaus ausgetrocknet und nachverdichtet sind. Wird dieser Zustand bei der Bemessung flexibler Fahrbahnen nicht mit einem korrigierten Wassergehalt modelliert, sackt der CBR-Wert nach der ersten Frostperiode um 40 % ab. Die Folge sind Netzrisse und Verformungen, die eine Sanierung nach nur fünf Jahren erzwingen. Ein konservativer Ansatz mit einer 14‑tägigen Wasserlagerung im Labor vor dem CBR-Versuch vermeidet diese Unterschätzung.
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Unsere Dienstleistungen zur Bemessung flexibler Fahrbahnen in Dortmund umfassen Feld- und Laborverfahren, die auf den heterogenen Untergrund abgestimmt sind.
Plattendruckversuche und dynamische Fallplatte
Ermittlung der Verformungsmodule Ev1 und Ev2 nach DIN 18134 auf dem Planum sowie Kalibrierung der dynamischen Fallplatte an repräsentativen Dortmunder Standorten.
CBR-Laborversuche an ungestörten und wiederhergestellten Proben
Bestimmung des California Bearing Ratio nach 4‑tägiger Wasserlagerung unter Berücksichtigung des lokalen Grundwasserflurabstands. Ergänzend Proctordichte und optimaler Wassergehalt.
Frostkriterien und Frosteinwirkungszonen
Einstufung des Baugrunds nach RStO 12 und ZTVE-StB mit Bestimmung der Frostempfindlichkeitsklasse sowie Dimensionierung der Frostschutzschichtdicke für die Zone II.
Häufig gestellte Fragen
Welche Norm gilt für die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Dortmund?
Primär die RStO 12, ergänzt durch DIN 18134 für Plattendruckversuche und DIN 18196 für die Frostschutzschicht. Bei innerstädtischen Straßen mit Bk3.2 bis Bk10 ziehen wir zusätzlich die ZTVE-StB und die lokalen Erfahrungen aus dem Bergbau heran.
Warum ist der CBR-Wert in Dortmund oft niedriger als erwartet?
Die oberflächennahen Sande enthalten durch die eiszeitliche Überprägung einen Feinkornanteil von 15 % und mehr, der bei Wasserzutritt aufweicht. Hinzu kommt die Austrocknung durch den historischen Bergbau – ohne die 4‑tägige Wasserlagerung im Labor wird der CBR um bis zu 40 % überschätzt.
Welche Rolle spielen Plattendruckversuche für die flexible Fahrbahn?
Sie liefern den Verformungsmodul Ev2 auf dem Planum, der direkt in die Dicke der Asphalttrag- und Frostschutzschicht eingeht. In Dortmund fordern wir ein Ev2 von mindestens 120 MN/m² und ein Ev2/Ev1-Verhältnis unter 2,5, um Setzungsdifferenzen zu vermeiden.
Kann ich die Bemessung mit einer dynamischen Fallplatte allein durchführen?
Die dynamische Fallplatte ist ein gutes Screening, aber für die finale Dimensionierung nach RStO 12 brauchen Sie den statischen Plattendruckversuch (Ev2). Wir kalibrieren beide Verfahren an einem Referenzpunkt pro Baustelle, um eine belastbare Korrelation für Dortmund zu erhalten.