Die nördlichen Stadtteile Dortmunds wie Eving oder Scharnhorst liegen über flözreichen Karbon-Schichten, während der Süden um Hombruch und Syburg von tertiären Sanden und Mergel geprägt ist. Diese geologische Spannweite macht die Wahl des Erkundungsverfahrens entscheidend. Ein Georadar GPR liefert hier hochauflösende Profile, ohne in den gewachsenen Boden eingreifen zu müssen. In Kombination mit einem MASW-VS30-Profil lassen sich zudem die dynamischen Eigenschaften des Untergrunds bewerten – ein Vorteil für Bauvorhaben in der Nähe der Emscher oder des Dortmunder Hafens.

Ein Georadar GPR erkennt Hohlräume und Leitungen bis fünf Meter Tiefe – bei lehmigen Böden ist die Eindringtiefe jedoch geringer.
Angewandte Methodik in Dortmund
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Der Georadar GPR ist ein kompaktes Gerät auf Rädern, das in Dortmund auf Baustellen mit Altlastenverdacht zum Einsatz kommt. Die Antenne wird direkt über den Boden gezogen; bei unebenem Gelände kann das Signal streuen. Ein häufiges Risiko sind stark lehmige oder tonige Deckschichten, die die Radarwellen dämpfen. In Dortmunds Auebereichen der Emscher raten wir daher zu einer Voruntersuchung mit einer Rammsonde, um die tatsächliche Eindringtiefe abzuschätzen. Ohne diese Kalibrierung könnten Hohlräume unentdeckt bleiben.
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Wir bieten in Dortmund drei spezifische Anwendungen des Georadar GPR an, die auf die lokale Geologie zugeschnitten sind.
Leitungs- und Kabelortung
Erkennung von Stromkabeln, Gasleitungen und Glasfaserkabeln in innerstädtischen Straßen Dortmunds. Der Georadar GPR liefert Tiefenangaben mit einer Genauigkeit von ± 5 cm.
Hohlraum- und Schachtdetektion
Suche nach verfüllten Stollen, alten Kellern oder Bergbauschächten in den nördlichen Stadtteilen. Die Messung erfolgt rasterförmig mit 50 cm Profilabstand.
Schichtenverfolgung für Gründungsplanung
Abgrenzung von tragfähigen Sandschichten gegen bindige Horizonte, z. B. für Neubauten im Dortmunder Süden. Die Ergebnisse werden mit Bohrprofilen korreliert.
Häufig gestellte Fragen
Wie tief dringt ein Georadar GPR in Dortmunder Böden ein?
In sandigen Böden erreichen wir etwa fünf Meter Tiefe. In lehmigen oder tonigen Schichten, wie sie im Nordwesten Dortmunds vorkommen, sinkt die Eindringtiefe auf zwei bis drei Meter.
Kann der Georadar GPR alte Bergbauschächte in Dortmund zuverlässig orten?
Ja, das Verfahren erfasst Hohlräume mit einem Durchmesser ab etwa 0,3 Metern. Die Zuverlässigkeit hängt vom Füllmaterial ab; bei luftgefüllten Schächten ist das Signal besonders deutlich.
Welche Vorbereitung ist für eine GPR-Messung in Dortmund nötig?
Die Fläche muss frei von Metallabdeckungen und grobem Schutt sein. Bei stark bewachsenen Grundstücken empfehlen wir eine leichte Einebnung. Die Messung erfolgt bei trockener Witterung.
Wie viel kostet eine Georadar-GPR-Untersuchung in Dortmund?
Für eine typische Messfläche von 500 m² liegen die Kosten zwischen 812 und 1.280 Euro, abhängig von Rasterdichte und Aufwand der Datenauswertung.