Viele Bauunternehmen in Dortmund unterschätzen die Tragfähigkeit des Untergrunds, wenn sie auf Flussablagerungen der Ruhr oder auf alten Bergbauschächten bauen. Durch den historischen Steinkohleabbau im Raum Dortmund treten unerwartete Hohlräume auf, die die Tragfähigkeit stark reduzieren. Eine systematische Tragfähigkeitsanalyse ist daher vor jedem Neubau oder Umbau zwingend erforderlich. Wir kombinieren dazu Rammsondierungen mit der Plattendruckversuche zur Ermittlung des Bettungsmoduls und ergänzen die Ergebnisse durch Laborversuche an ungestörten Proben. Nur so erhalten Bauingenieure verlässliche Kennwerte für die Fundamentbemessung nach DIN 1054:2021-04.

Die gemessene Tragfähigkeit auf den Ruhrterrassen liegt oft 40 % unter den Tabellenwerten der DIN – eine bauwerksspezifische Analyse ist unverzichtbar.
Angewandte Methodik in Dortmund
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Der Untergrund in Dortmund besteht großflächig aus Terrassenschottern der Ruhr, die oberflächlich durch Lösslehm überdeckt sind. Unterhalb von 5 m Tiefe wechseln die Korngrößen häufig von Kies zu Feinsand, was die Tragfähigkeit sprunghaft verändert. Die Grundwasserstände liegen im Stadtgebiet zwischen 3 m und 8 m unter Gelände. Bei hohen Wasserständen verringert sich die effektive Spannung um bis zu 30 %, was die zulässige Sohlspannung drastisch reduziert. Hinzu kommen Altlasten aus der Bergbauzeit: verfüllte Schächte, die bis in 20 m Tiefe reichen. Eine Tragfähigkeitsanalyse ohne Berücksichtigung dieser Hohlräume führt zu unkontrollierten Setzungen und potenziellen Bauschäden.
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Wir bieten zwei praxisorientierte Leistungspakete für die Tragfähigkeitsanalyse in Dortmund an:
Statische Plattendruckversuche nach DIN 18134
Durchführung von Lastplattenversuchen auf 300 mm bis 600 mm Durchmesser zur Ermittlung des Bettungsmoduls ks und des Verformungsmoduls Ev. Geeignet für Flachgründungen, Streifenfundamente und Bodenplatten. Inklusive digitaler Setzungsmessung und sofortiger Auswertung vor Ort.
Rammsondierungen und Drucksondierungen nach DIN 4094
Ermittlung der Lagerungsdichte und der Spitzendruckwerte durch schwere Rammsonde (DPH) oder elektrische Drucksonde (CPTU). Die Ergebnisse liefern direkte Eingangswerte für die Tragfähigkeitsberechnung nach DIN 1054. Besonders geeignet bei heterogenen Schichtungen im Dortmunder Untergrund.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Tragfähigkeitsanalyse in Dortmund?
Der Richtpreis für eine Tragfähigkeitsanalyse mit Plattendruckversuch und Rammsondierung liegt zwischen 570 € und 1.630 €, abhängig von der Anzahl der Prüfpunkte, der Tiefe der Sondierung und der erforderlichen Laborergänzung. Für eine verbindliche Kalkulation kontaktieren Sie uns bitte.
Welche Norm gilt für die Tragfähigkeitsanalyse in Dortmund?
Maßgeblich ist die DIN 1054:2021-04 in Verbindung mit dem Eurocode 7 (EN 1997-1). Für den Plattendruckversuch gilt DIN 18134:2012-04. Bei Drucksondierungen wird die DIN 4094-1 angewendet. Die regionalen Baugrundverhältnisse werden durch die geologischen Karten des LANUV NRW ergänzt.
Wie lange dauert eine Tragfähigkeitsanalyse auf der Baustelle?
Ein reiner Plattendruckversuch inklusive Vorbereitung und Auswertung dauert etwa 2 bis 3 Stunden pro Prüfpunkt. Eine kombinierte Analyse mit Rammsondierung und Plattenversuch erfordert einen halben bis einen Arbeitstag. Bei mehreren Prüfpunkten kann die Dauer auf 2 bis 3 Tage ansteigen.