In Dortmund trifft man auf eine wechselhafte Geologie: Unter den quartären Sanden und Kiesen der Ruhrterrassen liegen häufig tertiäre Tone und Schluffe, die bei Wassersättigung stark quellen oder ihre Scherfestigkeit verlieren. Für eine zuverlässige Stützwandbemessung in Dortmund müssen diese bodenmechanischen Eigenheiten genau erfasst werden. Wir kombinieren Aufschlussbohrungen mit Rammsondierungen und ergänzen die Daten durch Plattendruckversuche im Feld, um den Bettungsmodul wirklichkeitsnah zu bestimmen. Nur so lassen sich Erdwiderstand und Gleitsicherheit korrekt nachweisen.

In Dortmund entscheidet der Grundwasserstand oft über die Wirtschaftlichkeit einer Stützwand – ein Meter mehr Aushub verändert die gesamte Statik.
Angewandte Methodik in Dortmund
- Klassifikation nach DIN 18196 (Bodengruppe, Plastizität)
- Scherfestigkeit aus Triaxialversuchen (CU/CD)
- Steifemodul aus Ödometerversuchen
- Grundwasserstand und Bemessungswasserstand nach langjährigen Pegelaufzeichnungen
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Ein konkretes Szenario in Dortmund: eine 4 m hohe Winkelstützwand entlang einer Baugrube am Phoenix-See. Der Grundwasserstand lag nur 1,8 m unter Gelände, und die anstehenden Schluffe zeigten bei Wasserzutritt eine drastische Reduktion der inneren Reibung. Ohne Berücksichtigung des Auftriebsdrucks und der Drainagewirkung wäre die Wand nach DIN 1054 nicht standsicher gewesen. Wir haben eine Dränschicht aus Kies 16/32 mm und einen Sickerschacht vorgesehen, um den Wasserdruck dauerhaft zu reduzieren.
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Unser Leistungsspektrum für die Stützwandbemessung in Dortmund umfasst drei Kernbereiche:
Baugrunderkundung und Parameterermittlung
Bohrungen, Rammsondierungen, Entnahme gestörter und ungestörter Proben, Laborversuche (Triaxial, Ödometer, Klassifikation) nach DIN 4020.
Standsicherheitsnachweise nach DIN 1054
Nachweise für Kippen, Gleiten, Grundbruch, Geländebruch und Auftrieb. Berücksichtigung von Verkehrslasten, Anfahrlasten und Erdbeben nach DIN EN 1998-5.
Entwurfsoptimierung und Detailplanung
Wahl des Wandtyps (Winkelstütze, Gabione, Bohrpfahlwand, Spundwand), Bewehrungsplanung, Dränagekonzept, Fugenplanung und Bauüberwachung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten sind in Dortmund für Stützwände besonders kritisch?
Weich bis steifplastische Tone und Schluffe der Tertiärschichten, die bei Wasserzutritt stark quellen oder ihre Scherfestigkeit verlieren. Auch die eiszeitlichen Kiese mit lockerer Lagerung können unter Last setzungsempfindlich sein.
Welche Normen gelten für die Stützwandbemessung in Deutschland?
Primär DIN 1054:2021 (Sicherheitsnachweise) und Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) mit nationalem Anhang. Für Erddruckberechnungen wird DIN 4085 herangezogen.
Wie hoch sind die Kosten für eine geotechnische Stützwandbemessung in Dortmund?
Die Kosten liegen je nach Komplexität und Umfang der Baugrunderkundung zwischen 1.200 und 4.500 Euro. Darin enthalten sind Bohrungen, Laborversuche und die statischen Nachweise.
Kann man eine Stützwand auch ohne Baugrundgutachten bauen?
Rein rechtlich ist ein Baugrundgutachten nach DIN 1054 für Wände ab 1,5 m Höhe erforderlich. Ohne Kenntnis der Bodenkennwerte besteht ein erhebliches Risiko für Setzungen, Kippen oder Versagen der Wand.
Welche Wandtypen sind in Dortmund am wirtschaftlichsten?
Bei geringen Höhen (bis 2 m) sind Gabionen oder Winkelstützen aus Beton wirtschaftlich. Ab 3 m Höhe empfehlen sich Bohrpfahlwände oder Spundwände, da sie weniger Aushub und Grundwasserhaltung erfordern.