Die Straßenbaugeotechnik in Dortmund umfasst sämtliche erdbautechnischen Fragestellungen für einen dauerhaft tragfähigen Verkehrswegebau. Im Fokus stehen die Wechselwirkungen zwischen dem anstehenden Baugrund – häufig verwitterte Karbon- und Kreideschichten oder quartäre Lösslehme – und dem Oberbau. Grundlage jeder Planung bilden die nationalen Regelwerke, insbesondere die RStO und die ZTV E-StB, welche die Anforderungen an Verdichtung und Tragfähigkeit definieren. Die präzise Erkundung und Bewertung erfolgt mittels einer CBR-Studie für Straßenentwurf, während die rechnerische Dimensionierung durch die Bemessung flexibler Fahrbahnen abgesichert wird.
Diese Leistungen sind entscheidend für den Neubau von Verkehrswegen, die Sanierung von Industriearealen und den Ausbau von Wohngebieten. Gerade bei der Umnutzung von Brachflächen oder der Ertüchtigung kommunaler Straßen ist eine fundierte Bewertung bestehender Fahrbahnen unverzichtbar, um Restnutzungsdauern und Verstärkungsoptionen zuverlässig abzuleiten. In Kombination mit einer normgerechten Straßenuntergrundbemessung entstehen so wirtschaftlich optimierte und langlebige Konstruktionen für die spezifischen geotechnischen Verhältnisse im Ruhrgebiet.

Ein unterschätzter Aspekt in Dortmund ist der Einfluss alter Bergsenkungen: Sie verändern die Entwässerung und damit die Tragfähigkeit über die Nutzungsdauer.
Angewandte Methodik in Dortmund
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
In Dortmund sehen wir immer wieder, dass die oberflächennahen Sande durch jahrzehntelange Grundwasserabsenkung infolge des Bergbaus ausgetrocknet und nachverdichtet sind. Wird dieser Zustand bei der Bemessung flexibler Fahrbahnen nicht mit einem korrigierten Wassergehalt modelliert, sackt der CBR-Wert nach der ersten Frostperiode um 40 % ab. Die Folge sind Netzrisse und Verformungen, die eine Sanierung nach nur fünf Jahren erzwingen. Ein konservativer Ansatz mit einer 14‑tägigen Wasserlagerung im Labor vor dem CBR-Versuch vermeidet diese Unterschätzung.
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Unsere Dienstleistungen zur Bemessung flexibler Fahrbahnen in Dortmund umfassen Feld- und Laborverfahren, die auf den heterogenen Untergrund abgestimmt sind.
Plattendruckversuche und dynamische Fallplatte
Ermittlung der Verformungsmodule Ev1 und Ev2 nach DIN 18134 auf dem Planum sowie Kalibrierung der dynamischen Fallplatte an repräsentativen Dortmunder Standorten.
CBR-Laborversuche an ungestörten und wiederhergestellten Proben
Bestimmung des California Bearing Ratio nach 4‑tägiger Wasserlagerung unter Berücksichtigung des lokalen Grundwasserflurabstands. Ergänzend Proctordichte und optimaler Wassergehalt.
Frostkriterien und Frosteinwirkungszonen
Einstufung des Baugrunds nach RStO 12 und ZTVE-StB mit Bestimmung der Frostempfindlichkeitsklasse sowie Dimensionierung der Frostschutzschichtdicke für die Zone II.
Häufig gestellte Fragen
Welche Norm gilt für die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Dortmund?
Primär die RStO 12, ergänzt durch DIN 18134 für Plattendruckversuche und DIN 18196 für die Frostschutzschicht. Bei innerstädtischen Straßen mit Bk3.2 bis Bk10 ziehen wir zusätzlich die ZTVE-StB und die lokalen Erfahrungen aus dem Bergbau heran.
Warum ist der CBR-Wert in Dortmund oft niedriger als erwartet?
Die oberflächennahen Sande enthalten durch die eiszeitliche Überprägung einen Feinkornanteil von 15 % und mehr, der bei Wasserzutritt aufweicht. Hinzu kommt die Austrocknung durch den historischen Bergbau – ohne die 4‑tägige Wasserlagerung im Labor wird der CBR um bis zu 40 % überschätzt.
Welche Rolle spielen Plattendruckversuche für die flexible Fahrbahn?
Sie liefern den Verformungsmodul Ev2 auf dem Planum, der direkt in die Dicke der Asphalttrag- und Frostschutzschicht eingeht. In Dortmund fordern wir ein Ev2 von mindestens 120 MN/m² und ein Ev2/Ev1-Verhältnis unter 2,5, um Setzungsdifferenzen zu vermeiden.
Kann ich die Bemessung mit einer dynamischen Fallplatte allein durchführen?
Die dynamische Fallplatte ist ein gutes Screening, aber für die finale Dimensionierung nach RStO 12 brauchen Sie den statischen Plattendruckversuch (Ev2). Wir kalibrieren beide Verfahren an einem Referenzpunkt pro Baustelle, um eine belastbare Korrelation für Dortmund zu erhalten.