In Dortmund sehen wir häufig, dass Bauherren die Tragfähigkeit des Bodens allein aus SPT-Werten ableiten wollen. Dabei liefert der Plattendruckversuch (PLT) direkt auf der Baustelle die maßgeblichen Kennwerte: den Verformungsmodul Ev2 und die Bettungsziffer ks. Gerade auf den typischen Ruhrsandstein-Verwitterungsböden der Stadt weichen diese Werte oft erheblich von laborbasierten Schätzungen ab. Wir führen den Versuch nach DIN 18134 mit einer 300-mm-Platte durch, messen die Setzungen unter definierter Last und erhalten so eine verlässliche Grundlage für die Bemessung von Fundamenten. Ergänzend dazu setzen wir den Dilatometerversuch ein, wenn wir zusätzlich die horizontale Steifigkeit des Bodens erfassen müssen.

Der PLT liefert den Ev2-Wert direkt auf der Baustelle – keine Laborumwege, keine Schätzungen, sondern harte Messdaten für die Gründungsbemessung.
Angewandte Methodik in Dortmund
- Bettungsziffer ks für Flachgründungen nach DIN 4019
- Verformungsmodul Ev2 für die Abnahme von Planum und Tragschichten
- Nachweis der Tragfähigkeit auf Baugrubensohlen
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Ein häufiges Risiko in Dortmund ist die Heterogenität des Untergrunds: Auf wenigen Metern kann der Boden von tragfähigem Sandstein zu weichem Schluff wechseln. Werden nur punktuelle PLT-Messungen durchgeführt, übersieht man lokal schwächere Zonen. Wir empfehlen daher, den Plattendruckversuch mit einem georadar zu kombinieren, um die Fläche zwischen den Messpunkten zu erfassen. Nur so vermeidet man Setzungsdifferenzen, die später zu Rissen im Bauwerk führen. Der PLT allein ist kein Freibrief – er muss Teil einer durchdachten Erkundungsstrategie sein.
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Wir bieten den Plattendruckversuch in Dortmund als Einzelleistung oder im Paket mit weiteren Feldversuchen an:
PLT auf Planum und Tragschichten
Abnahme des Erdplanums nach ZTV E-StB 17 mit Nachweis des Ev2-Werts auf der oberen Tragschicht. Inklusive Dokumentation der Last-Setzungs-Kurve und Zertifikat.
PLT auf Baugrubensohle
Tragfähigkeitsnachweis direkt auf der Sohle der Baugrube. Besonders relevant bei Streifenfundamenten und Einzelfundamenten in Dortmunds gemischtem Baugrund.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen PLT und SPT bei der Tragfähigkeitsermittlung?
Der SPT (Standard Penetration Test) misst die Schlagzahl N als indirekten Hinweis auf die Lagerungsdichte. Der PLT hingegen belastet den Boden statisch über eine Platte und misst direkt die Setzung. Für die Gründungsbemessung ist der Ev2-Wert aus dem PLT der relevantere Kennwert, weil er das tatsächliche Last-Setzungs-Verhalten abbildet.
Welche Vorbereitung ist für den PLT auf Dortmunder Böden nötig?
Die Prüffläche muss eben und frei von losem Material sein. Bei tonigen Schluffen, wie sie im Dortmunder Norden häufig vorkommen, sollte die Oberfläche nicht aufgeweicht sein. Wir führen den Versuch bei trockener Witterung durch oder schützen die Fläche vor Regen. Eine Kalibrierung der Messeinrichtung erfolgt vor Ort.
Wie viel kostet ein Plattendruckversuch in Dortmund?
Der Preis für einen PLT-Messpunkt liegt üblicherweise zwischen 850 und 1.120 Euro, abhängig von der Anzahl der Messpunkte und der Zugänglichkeit der Baustelle. Bei mehr als fünf Messpunkten gewähren wir einen Staffelrabatt. Die Kosten beinhalten die Durchführung vor Ort, die Datenauswertung und ein Prüfzertifikat.