Die geologischen Verhältnisse in Dortmund sind durch das Zusammentreffen von Ruhrsandstein, mergeligen Schichten des Kreidebeckens und künstlichen Auffüllungen aus dem Bergbau geprägt. Diese Heterogenität stellt hohe Anforderungen an die MSE-Wandbemessung (mechanisch stabilisierter Erdkörper), da die Tragfähigkeit des Untergrunds lokal stark schwankt. Unser Team führt daher vor jeder Bemessung eine detaillierte Baugrunderkundung durch, die unter anderem den dynamischen Plattendruckversuch umfasst, um die Verformungsmoduln der einzelnen Schichten zu bestimmen. Nur auf Basis dieser Daten lässt sich das Bewehrungsgewebe aus Geokunststoffen oder Stahlgittern optimal auslegen.

Die MSE-Wandbemessung in Dortmund erfordert die gleichzeitige Berücksichtigung von Bergsenkungen, wechselndem Grundwasser und heterogenen Lockergesteinen nach EBGEO und DIN 1054.
Angewandte Methodik in Dortmund
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Die Norm DIN 1054:2021-04 verlangt für die MSE-Wandbemessung den Nachweis der inneren und äußeren Standsicherheit. In Dortmund ist das Risiko von Bergsenkungen besonders relevant, da abgebaute Flöze bis in 1000 m Tiefe reichen und Hebungen oder Senkungen von mehreren Dezimetern verursachen können. Ohne Berücksichtigung dieser Verformungen in der Bemessung drohen Risse im Wandkörper oder ein Verlust der Bewehrungskraft. Unser Team integriert daher prognostizierte Senkungsmulden in das FEM-Modell und dimensioniert die Bewehrungslagen mit ausreichenden Reserven.
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Wir bieten für die MSE-Wandbemessung in Dortmund folgende Leistungen an, abgestimmt auf die lokalen Baugrundverhältnisse:
Baugrunderkundung und Laborversuche
Bestimmung der Scherparameter (Triaxialversuch, Rahmenscherversuch) sowie der Korngrößenverteilung und des Glühverlusts für die Füllböden. In Dortmund sind häufig schluffige Sande und Tone anzutreffen, die eine gezielte Konditionierung erfordern.
Bemessung und Standsicherheitsnachweise
Erstellung von Berechnungsmodellen nach der Methode der gleitenden Keile oder mit FEM-Software (z. B. PLAXIS, GGU). Nachweis der Gleitsicherheit, Kippsicherheit und Grundbruchsicherheit gemäß DIN 1054.
Bewehrungsplanung und Ausschreibung
Festlegung von Bewehrungslagen, -längen und -zugfestigkeiten unter Berücksichtigung der lokalen Baugrunddaten. Erstellung von Leistungsverzeichnissen für Geokunststoffe und Füllböden, inklusive Qualitätssicherung nach EBGEO.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine MSE-Wandbemessung in Dortmund?
Die Kosten für eine MSE-Wandbemessung in Dortmund liegen je nach Umfang der Baugrunderkundung, Wandhöhe und erforderlichen Nachweisen zwischen 1.070 € und 3.690 €. Bei komplexen Verhältnissen (Bergsenkungen, hoher Grundwasserstand) können Zuschläge für erweiterte FEM-Modellierung anfallen.
Welche Böden eignen sich für die Hinterfüllung einer MSE-Wand in Dortmund?
Geeignet sind grobkörnige Böden (Kiese, Sande) mit einem Reibungswinkel von mindestens 30° und einem Durchlässigkeitsbeiwert kf > 1×10⁻⁴ m/s. In Dortmund sind die anstehenden Mergel und Schluffe oft zu feinkörnig – sie müssen entweder durch Zuschlagstoffe verbessert oder durch geeignete Füllböden ersetzt werden.
Muss bei der MSE-Wandbemessung in Dortmund der Bergbau berücksichtigt werden?
Ja, zwingend. Der Steinkohlebergbau hat im Dortmunder Stadtgebiet flächendeckend tiefe Flöze abgebaut, was zu rezenten Senkungen von bis zu 0,5 m führen kann. In der Bemessung müssen diese Verformungen als Zwangsbeanspruchung oder durch einen reduzierten Sicherheitsbeiwert für den Grenzzustand der Tragfähigkeit abgedeckt werden.