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Dortmund, Germany

Hänge & Wände in Dortmund

In Dortmund prägen die Übergänge vom Hellwegtal ins Sauerland sowie die quartären Lockergesteine des Ruhrgebiets die Standsicherheit von Hängen und Wänden. Unsere Kategorie deckt die geotechnische Planung nach DIN 1054 und Eurocode 7 ab, von der ersten Böschungsstabilitätsanalyse bis zur standsicheren Konstruktion. Besonders bei heterogenen Böden mit bindigen Lagen entscheidet die präzise Berechnung des Sicherheitsfaktors (FS) über dauerhafte Sicherheit und wirtschaftliche Ausführung.

Ob für Baugruben am Phoenix‑See, Verkehrswegeböschungen oder Stützkonstruktionen im innerstädtischen Raum – die Bemessung erfordert lokale Erfahrung und moderne Verfahren. Für Geländesprünge und Hangbrücken setzen wir auf die MSE‑Wandbemessung (mechanisch stabilisierter Erdkörper), während bei tiefen Einschnitten die Schlitzwandbemessung eine verformungsarme Lösung bietet. So gewährleisten wir standsichere und genehmigungsfähige Planungen nach aktuellem Regelwerk.

Illustratives Bild von Pavimento flexible in Dortmund
Ein unterschätzter Aspekt in Dortmund ist der Einfluss alter Bergsenkungen: Sie verändern die Entwässerung und damit die Tragfähigkeit über die Nutzungsdauer.

Angewandte Methodik in Dortmund

Dortmunds Wachstum als Industrie- und Logistikstandort seit dem 19. Jahrhundert hat ein dichtes Netz aus Nebenstraßen und Gewerbeerschließungen hinterlassen, das heute oft unter Asphaltüberdeckungen von nur 12–18 cm liegt. Bei der Bemessung flexibler Fahrbahnen müssen wir daher neben der aktuellen Verkehrsbelastung B Klasse 3.2 auch die Vorschädigung durch frühere Bergsenkungen berücksichtigen. Unser Ansatz integriert die Frostkriterien der RStO 12, ermittelt den Frost-Tau-Wechsel im Labor und stuft den Baugrund nach den Dortmunder Erfahrungswerten der ZTVE-StB in Frosteinwirkungszone II ein.
Bemessung flexibler Fahrbahnen in Dortmund – Geotechnik für den Straßenbau
ParameterTypischer Wert
Verformungsmodul Ev2 (Plattendruck)≥ 120 MN/m² (Planum Frostschutz)
CBR-Wert (4 Tage Wasserlagerung)≥ 20 % (RStO 12)
FrostempfindlichkeitsklasseF3 (Sand-Kies-Gemisch mit ≥ 15 % Feinkorn)
Bemessungsbelastung (B Klasse)Bk3.2 – Bk10 (je nach Anschlussstraße)
Steifemodul Es (nach DIN 18134)30–80 MN/m² (je nach Tiefenlage)
Wasserdurchlässigkeit kf (Planum)≥ 1·10⁻⁵ m/s (für Dränschicht)

Typische technische Herausforderungen in Dortmund

In Dortmund sehen wir immer wieder, dass die oberflächennahen Sande durch jahrzehntelange Grundwasserabsenkung infolge des Bergbaus ausgetrocknet und nachverdichtet sind. Wird dieser Zustand bei der Bemessung flexibler Fahrbahnen nicht mit einem korrigierten Wassergehalt modelliert, sackt der CBR-Wert nach der ersten Frostperiode um 40 % ab. Die Folge sind Netzrisse und Verformungen, die eine Sanierung nach nur fünf Jahren erzwingen. Ein konservativer Ansatz mit einer 14‑tägigen Wasserlagerung im Labor vor dem CBR-Versuch vermeidet diese Unterschätzung.

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Anwendbare Normen: RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, DIN 18134 – Plattendruckversuch (Ev2/Ev1-Verhältnis), DIN 18196 – Erd- und Grundbau (Bodengruppen für Frostschutzschichten), ZTVE-StB – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten im Straßenbau

Unsere Leistungen

Unsere Dienstleistungen zur Bemessung flexibler Fahrbahnen in Dortmund umfassen Feld- und Laborverfahren, die auf den heterogenen Untergrund abgestimmt sind.

Plattendruckversuche und dynamische Fallplatte

Ermittlung der Verformungsmodule Ev1 und Ev2 nach DIN 18134 auf dem Planum sowie Kalibrierung der dynamischen Fallplatte an repräsentativen Dortmunder Standorten.

CBR-Laborversuche an ungestörten und wiederhergestellten Proben

Bestimmung des California Bearing Ratio nach 4‑tägiger Wasserlagerung unter Berücksichtigung des lokalen Grundwasserflurabstands. Ergänzend Proctordichte und optimaler Wassergehalt.

Frostkriterien und Frosteinwirkungszonen

Einstufung des Baugrunds nach RStO 12 und ZTVE-StB mit Bestimmung der Frostempfindlichkeitsklasse sowie Dimensionierung der Frostschutzschichtdicke für die Zone II.

Häufig gestellte Fragen

Welche Norm gilt für die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Dortmund?

Primär die RStO 12, ergänzt durch DIN 18134 für Plattendruckversuche und DIN 18196 für die Frostschutzschicht. Bei innerstädtischen Straßen mit Bk3.2 bis Bk10 ziehen wir zusätzlich die ZTVE-StB und die lokalen Erfahrungen aus dem Bergbau heran.

Warum ist der CBR-Wert in Dortmund oft niedriger als erwartet?

Die oberflächennahen Sande enthalten durch die eiszeitliche Überprägung einen Feinkornanteil von 15 % und mehr, der bei Wasserzutritt aufweicht. Hinzu kommt die Austrocknung durch den historischen Bergbau – ohne die 4‑tägige Wasserlagerung im Labor wird der CBR um bis zu 40 % überschätzt.

Welche Rolle spielen Plattendruckversuche für die flexible Fahrbahn?

Sie liefern den Verformungsmodul Ev2 auf dem Planum, der direkt in die Dicke der Asphalttrag- und Frostschutzschicht eingeht. In Dortmund fordern wir ein Ev2 von mindestens 120 MN/m² und ein Ev2/Ev1-Verhältnis unter 2,5, um Setzungsdifferenzen zu vermeiden.

Kann ich die Bemessung mit einer dynamischen Fallplatte allein durchführen?

Die dynamische Fallplatte ist ein gutes Screening, aber für die finale Dimensionierung nach RStO 12 brauchen Sie den statischen Plattendruckversuch (Ev2). Wir kalibrieren beide Verfahren an einem Referenzpunkt pro Baustelle, um eine belastbare Korrelation für Dortmund zu erhalten.

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