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Dortmund, Germany

CPT (Cone Penetration Test) in Dortmund – kontinuierliche Bodenaufklärung für anspruchsvolle Gründungen

In Dortmund stoßen Bauvorhaben häufig auf eine komplexe Schichtenfolge aus Mergel, Sanden und anthropogenen Auffüllungen – ein Erbe der Bergbauvergangenheit. Der Cone Penetration Test liefert hier ein durchgehendes Profil der Bodenwiderstände, ohne dass Proben entnommen werden müssen. Anders als bei diskontinuierlichen Verfahren erkennt man so feine Wechsellagerungen, die für Setzungen entscheidend sind. Insbesondere bei innerstädtischen Projekten nahe der Emscher oder in ehemaligen Zechenarealen liefert der CPT verlässliche Daten für die Pfahlbemessung. Ergänzt wird die Sondierung oft durch eine Tragfähigkeitsprüfung mit der Plattendruckversuch, um die Steifigkeit der oberen Schichten direkt zu messen.

Illustratives Bild von Ensayo cpt in Dortmund
Der CPT erfasst Bodenwiderstände millimetergenau – eine Auflösung, die bei abgesetzten Sondierungen wie dem SPT verloren geht.

Angewandte Methodik in Dortmund

Ein häufiger Fehler in der Dortmunder Baupraxis ist die Annahme, eine Rammsondierung allein reiche für die Gründungsbemessung aus. Dabei übersehen Planer die differenzierten Spitzen- und Mantelwiderstände, die nur der CPT mit seiner Messspitze (60°-Konus, 10 cm² Querschnitt) kontinuierlich erfasst. Das Verfahren liefert drei Primärparameter: Spitzenwiderstand qc, Mantelreibung fs und Porenwasserdruck u2. Daraus lassen sich Bodenverhaltenstypen nach Robertson klassifizieren. Typische Anwendungen in Dortmund:
  • Bewertung von Lockergesteinen auf ehemaligen Bahnflächen (z. B. Phoenix-West)
  • Ermittlung der Steifemoduln für Setzungsprognosen in Wohngebieten
  • Nachweis von Auflockerungen unter bestehenden Fundamenten
Die Sondierung folgt DIN EN ISO 22476-1 mit Absenkpumpe und Auswerteroutine nach Lunne et al.
CPT (Cone Penetration Test) in Dortmund – kontinuierliche Bodenaufklärung für anspruchsvolle Gründungen
ParameterTypischer Wert
Spitzenwiderstand qc0,5 – 30 MPa (je nach Lagerung)
Mantelreibung fs0,01 – 0,5 MPa
Porenwasserdruck u20 – 500 kPa
Sondiergeschwindigkeit20 mm/s ± 5 mm/s
Maximale Eindringtiefe30 m (abhängig von Bodenart)
Konusquerschnitt10 cm² (Standard)

Typische technische Herausforderungen in Dortmund

Mit rund 590.000 Einwohnern und einer Fläche von über 280 km² zählt Dortmund zu den größten Städten Deutschlands. Die Altlasten des Steinkohlebergbaus – Hohlräume, Tagesbrüche und Bergsenkungen – stellen ein permanentes Risiko dar. Fehlt ein kontinuierliches Sondierprofil, können sich Setzungsdifferenzen von mehreren Zentimetern ergeben, die Gebäude und Leitungen schädigen. Der CPT identifiziert weiche Zonen und aufgeweichte Schichten, die bei konventionellen Bohrungen unentdeckt blieben. In Kombination mit einer Piezometer-Messung lässt sich zudem das Grundwasserregime erfassen, das durch die Emscherniederung stark schwankt.

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E-Mail: kontakt@geotechnik.sbs
Anwendbare Normen: DIN EN ISO 22476-1:2012 (Cone Penetration Test), DIN 4094-1:2002 (Bodenuntersuchung durch Sondierungen), Eurocode 7 (EN 1997-2:2007) – Erkundung und Prüfung

Unsere Leistungen

Wir bieten zwei auf die Dortmunder Bedingungen zugeschnittene CPT-Varianten an:

CPTu mit Porenwasserdruckmessung (Standard)

Kontinuierliche Aufzeichnung von qc, fs und u2 in 2-cm-Intervallen. Auswertung nach Robertson (Bodenklassifikation) und Lunne (Steifigkeit). Geeignet für innerstädtische Projekte bis 25 m Tiefe.

CPT-Seismic (SCPT) für dynamische Kennwerte

Ergänzung um seismische Messung der Scherwellengeschwindigkeit Vs. Ermöglicht die Bestimmung des dynamischen Steifemoduls G0. Besonders relevant für Erdbebenbemessung (DIN 4149) und Maschinenfundamente.

Häufig gestellte Fragen

Welche Vorteile hat der CPT gegenüber dem Standard-Penetration-Test (SPT) in Dortmund?

Der CPT liefert ein kontinuierliches Profil ohne Bohrkern – das spart Zeit und vermeidet Störungen durch Bohrarbeiten. In den wechselhaften Schichten des Ruhrgebiets erkennt man so feine Tonlinsen und Kiesnester, die der SPT übersehen würde. Zudem sind die Messwerte (qc, fs, u2) direkt reproduzierbar und eignen sich für numerische Setzungsberechnungen nach DIN 4019.

Wie tief kann der CPT in den typischen Böden Dortmunds ausgeführt werden?

In den Lockergesteinen der Emscherniederung (Sande, Kiese, Schluffe) erreichen wir mit einem 20-t-Gegengewichtsfahrzeug meist 20 bis 30 Meter. In stark verdichteten Mergelschichten oder bei Hindernissen (Bergbauhalden, Bauschutt) reduziert sich die Tiefe auf 8 bis 15 Meter. Eine Vorbohrung kann dann helfen, die Konusspitze durch die harte Deckschicht zu führen.

Welche Kosten sind für einen CPT in Dortmund zu erwarten?

Die Kosten für einen CPT liegen in Dortmund zwischen 140 und 260 Euro pro Sondierpunkt, abhängig von Tiefe, Zugänglichkeit und gewünschter Messkonfiguration (Standard-CPTu oder SCPT). Bei mehreren Ansatzpunkten auf einer Baustelle reduzieren sich die Stückkosten durch Anfahrts- und Rüstpauschalen. Ein detailliertes Angebot erhalten Sie nach Angabe der Koordinaten und der erforderlichen Endtiefe.

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