Während die nördlichen Stadtteile Dortmunds wie Mengede auf sandigen, gut durchlässigen Böden stehen, kämpfen die südlichen Bezirke wie Hombruch mit lehmigen Geschiebemergeln, die bei Regen schnell abrutschen. Eine fundierte Bodenerosionsanalyse ist daher keine akademische Übung – sie entscheidet über die Standsicherheit von Böschungen und die Lebensdauer von Verkehrswegen. In unserer täglichen Arbeit sehen wir, wie stark die Erosionsgefahr variiert, je nachdem, ob der Oberboden durch Wurzeln geschützt ist oder nicht. Deshalb kombinieren wir diese Analyse mit einem Permeabilitätsversuch im Feld, um die Wasserdurchlässigkeit zu bestimmen, und einer Bodenklassifikation, die die Kornverteilung genau erfasst.

In Dortmunds Geschiebemergel kann die Erosion bei Starkregen in einer Stunde mehrere Tonnen Boden pro Hektar freisetzen – das muss geplant sein.
Angewandte Methodik in Dortmund
- Bestimmung des Schluff- und Feinsandanteils
- Ermittlung der Aggregatstabilität
- Bewertung der Hangneigung und Oberflächenrauigkeit
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
Die geologische Karte von Dortmund zeigt eine mächtige Schicht aus Geschiebemergel der Saale-Eiszeit, die bis zu 15 Meter tief reicht. Darunter liegen Mergel- und Sandsteine des Kreidezeit. Der hohe Schluffanteil des Geschiebemergels macht ihn extrem erosionsanfällig – bereits ein Gewitter im Juni kann an unbefestigten Hängen im Rombergpark oder im Westfalenpark zu Rinnenbildung führen. Die flurnahe Grundwasseroberfläche, die in vielen Tälern der Emscher bei 2 bis 4 Metern liegt, verstärkt das Problem: Der Boden wird aufgeweicht und verliert seine Scherfestigkeit.
Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?
Antwort innerhalb von 24h.
E-Mail: kontakt@geotechnik.sbsUnsere Leistungen
Wir bieten Ihnen eine maßgeschneiderte Bodenerosionsanalyse, die auf die Gegebenheiten in Dortmund zugeschnitten ist.
Erosionsgefährdungskartierung
Erstellung detaillierter Karten auf Basis von RUSLE-Faktorberechnung, digitalen Geländemodellen und Niederschlagsdaten für Ihr Grundstück.
Empfehlungen zu Erosionsschutzmaßnahmen
Ableitung konkreter Maßnahmen wie Begrünung, Mulchauftrag oder Terrassierung, angepasst an die lokalen Boden- und Hangverhältnisse.
Häufig gestellte Fragen
Wie läuft eine Bodenerosionsanalyse in Dortmund ab?
Wir beginnen mit einer Geländebegehung und entnehmen Bodenproben an repräsentativen Stellen. Im Labor bestimmen wir Korngrößenverteilung, Aggregatstabilität und organische Substanz. Anschließend berechnen wir die Erosionsfaktoren nach RUSLE und erstellen ein Gutachten mit Handlungsempfehlungen.
Welche Kosten sind für eine Bodenerosionsanalyse zu erwarten?
Der Aufwand hängt von der Flächengröße und Probenanzahl ab. Üblich sind zwischen 710 und 2.100 Euro für ein Einfamilienhausgrundstück bis zu einem Hektar. Wir erstellen gerne ein individuelles Angebot.
Warum ist die Bodenerosion in Dortmund ein ernstes Problem?
Die Geschiebemergelböden im Stadtgebiet haben einen hohen Schluffanteil und sind dadurch sehr erosionsanfällig. Starke Regenfälle, die durch den Klimawandel häufiger werden, können an Hängen innerhalb weniger Stunden tiefe Rinnen ausspülen und die Standsicherheit gefährden.
Welche Normen gelten für die Erosionsanalyse in Deutschland?
Die maßgebliche Norm ist die DIN 19708:2019-06, die das Verfahren zur Ermittlung der Wasserrerosion beschreibt. Ergänzend kommen die DIN 19682-2 für die Korngrößenbestimmung und der Eurocode 7 für die geotechnische Bewertung zur Anwendung.
Was ist der Unterschied zwischen Erosionsanalyse und Bodenmechanik?
Die Erosionsanalyse bewertet die Gefahr des Bodenabtrags durch Wasser oder Wind, basierend auf Faktoren wie Niederschlag, Hangneigung und Bodenart. Die klassische Bodenmechanik hingegen untersucht Tragfähigkeit, Setzungen und Scherfestigkeit für die Gründung von Bauwerken.