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Dortmund, Germany

Bewertung von quellfähigen Böden in Dortmund

Dortmund liegt auf einer Höhe von rund 80 Metern über NN und weist eine heterogene Geologie auf, die von Mergel- und Tonsteinen der Kreidezeit bis zu quartären Lockersedimenten reicht. In vielen Stadtteilen wie Hörde oder Brackel treten tonige Schluffe mit hohem Plastizitätsindex auf, die bei Wassergehaltsänderungen stark quellen oder schrumpfen. Eine zuverlässige Bewertung von quellfähigen Böden ist hier unabdingbar, um Setzungsschäden oder Risse in Gebäuden zu vermeiden. Wir kombinieren dafür Quellversuche im Ödometer mit mineralogischen Analysen und ergänzen die Untersuchung durch eine Klassifikation der Böden nach DIN 18196, um die genaue Zusammensetzung zu bestimmen.

Illustratives Bild von Suelos expansivos in Dortmund
Quellfähige Böden in Dortmund erfordern zyklische Quellversuche unter definierten Randbedingungen, um Quelldruck und Schrumpfpotenzial realitätsnah zu erfassen.

Angewandte Methodik in Dortmund

Die DIN 18130 und DIN 18137 Teil 1 bilden die normativen Grundlagen zur Bewertung von quellfähigen Böden in Dortmund. Aufgrund der hohen Grundwasserflurabstände im Stadtgebiet – lokal bis zu 12 Meter unter Gelände – können tonige Horizonte saisonal stark austrocknen und bei Wiederbefeuchtung erhebliches Quellpotenzial entwickeln. Wir führen daher standardmäßig zyklische Quell-Setzungs-Versuche durch und messen den Quelldruck nach dem Verfahren von Holtz & Gibbs. Für tiefere Aufschlüsse setzen wir Pressiometermessungen ein, die direkt im Bohrloch die Steifigkeit des anstehenden Tons erfassen. Die Ergebnisse fließen in die Bemessung nach Eurocode 7 ein.
Bewertung von quellfähigen Böden in Dortmund
ParameterTypischer Wert
Quelldruck nach Holtz & Gibbs50 – 400 kN/m²
Quellhebung (frei)1 – 8 %
Plastizitätszahl (Ip)25 – 55 %
Aktivität (A nach Skempton)0,8 – 2,3
Wassergehalt15 – 35 %

Typische technische Herausforderungen in Dortmund

In Dortmund wird das Risiko durch quellfähige Böden oft unterschätzt, weil die Tonhorizonte nicht flächendeckend kartiert sind. Besonders nach langen Trockenperioden, wie im Sommer 2018, kam es in Stadtteilen mit steifen Tonen zu Gebäudeschäden durch Schrumpfrisse. Wir setzen für die Risikobewertung ein tragbares Ödometer ein, das direkt vor Ort Quelldrücke misst, sowie Probenahmen mit dünnwandigen Stechzylindern zur Bestimmung der ungestörten Lagerungsdichte. Ohne diese Daten kann die Gründungstiefe falsch gewählt werden, was zu jahrelangen Nachträgen führt.

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Anwendbare Normen: DIN 18130: Bestimmung des Quelldrucks, DIN 18137-1: Quellversuch im Ödometer, Eurocode 7 (EN 1997-1:2004): Geotechnische Bemessung, DIN 18196: Klassifikation von Böden

Unsere Leistungen

Wir bieten spezifische Leistungen zur Bewertung von quellfähigen Böden in Dortmund an, die auf die lokale Geologie abgestimmt sind:

Ödometer-Quellversuche

Messung des Quelldrucks und der Quellhebung an ungestörten Bodenproben nach DIN 18130. Durchführung in mehreren Zyklen zur Simulation saisonaler Feuchteschwankungen.

Mineralogische Analyse

Bestimmung des Tonmineralbestands mittels Röntgendiffraktometrie (XRD) zur Identifikation quellfähiger Minerale wie Montmorillonit oder Illit. Ergänzend werden Kationenaustauschkapazität und spezifische Oberfläche gemessen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Kosten sind für eine Bewertung von quellfähigen Böden in Dortmund üblich?

Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen 500 und 1.620 Euro. Ein Basisprogramm mit Quelldruckversuch und mineralogischer Analyse startet bei etwa 500 Euro; umfangreiche Untersuchungen mit mehreren Tiefen und zyklischen Tests können bis zu 1.620 Euro betragen.

Wann ist eine Bewertung quellfähiger Böden in Dortmund besonders wichtig?

Immer dann, wenn Gebäude in Gebieten mit tonigen Böden geplant sind, insbesondere nach langen Trockenperioden oder bei hohem Grundwasserflurabstand. Auch bei Erweiterungen bestehender Bauten in Stadtteilen wie Hörde oder Brackel ist eine Untersuchung ratsam.

Welche Normen gelten für die Bewertung quellfähiger Böden in Deutschland?

Maßgeblich sind DIN 18130 für den Quelldruckversuch und DIN 18137-1 für den Ödometerquellversuch. Die Bemessung erfolgt nach Eurocode 7 (EN 1997-1:2004), ergänzt durch DIN 18196 zur Klassifikation.

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