Die Böden im Dortmunder Stadtgebiet sind stark durch die Bergbaugeschichte geprägt. Über 150 Jahre Steinkohleförderung haben tiefe Hohlräume und ungleichmäßige Setzungen hinterlassen. Dazu kommen weiche, tonige Schichten aus der Emscher-Formation, die bei Feuchte stark nachgeben. Für eine stabile Tragschicht auf diesen Untergründen setzen Fachleute auf die Bemessung mit Geozellen. Das System aus dreidimensionalen Kammern verteilt Lasten horizontal und verhindert seitliches Ausweichen des Füllmaterials. Vor dem Einbau ist jedoch eine genaue geotechnische Erkundung nötig – etwa durch einen CBR-Versuch zur Bestimmung der Tragfähigkeit des Planums oder durch eine Plattendruckprüfung zur Kontrolle der Verdichtung.

Auf altem Zechengelände in Dortmund verhindert die Geozelle das seitliche Ausweichen des Füllmaterials – die Tragfähigkeit steigt um das Zwei- bis Dreifache.
Angewandte Methodik in Dortmund
- Ermittlung der Bodenkennwerte aus Laborversuchen (Kornverteilung, Plattendruckmodul Ev2)
- Berechnung der erforderlichen Kammerhöhe und Zellsteifigkeit nach dem ARS 17/2013 des BMVI
- Festlegung des Füllmaterials – meist ein gebrochenes Korngemisch 0/32 oder 0/45 mm
Typische technische Herausforderungen in Dortmund
In Dortmund kommt es häufig vor, dass Bauherren die Bemessung mit Geozellen unterschätzen. Sie bestellen ein Standardprodukt und hoffen, dass es den weichen Ton überbrückt. Das geht schief. Fehlt die Abstimmung auf den lokalen Untergrund, wandert das Füllmaterial in die Kammern ein und die Geozelle arbeitet nicht als lastverteilende Platte. Zudem steigt bei Staunässe der Porenwasserdruck im Ton – die Scherfestigkeit fällt ab. Ohne eine korrekte Bemessung mit Geozellen riskiert man Setzungsdifferenzen von mehreren Zentimetern, die Risse im Bauwerk verursachen.
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Unser Labor in Dortmund bietet alle Leistungen für eine fundierte Bemessung mit Geozellen – von der Bodenuntersuchung bis zur statischen Berechnung.
Laborprüfung des Füllmaterials
Komgrößenverteilung, Plattendruckmodul und Scherfestigkeit des geplanten Füllkorns – Grundlage für die Wahl der Geozellensteifigkeit.
Bemessungsberechnung nach ARS 17/2013
Ermittlung der erforderlichen Kammerhöhe, Zellsteifigkeit und Schichtdicke unter Berücksichtigung der lokalen Bodenverhältnisse in Dortmund.
Qualitätskontrolle vor Ort
Überwachung der Verdichtung und Prüfung des Ev2-Werts mittels Plattendruckversuch – Dokumentation für Bauabnahme und Gewährleistung.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet eine Bemessung mit Geozellen für ein typisches Bauprojekt in Dortmund?
Der Aufwand für Planung und Prüfung liegt zwischen 830 und 2.420 Euro, abhängig von Flächengröße und erforderlichen Laborversuchen. Bei größeren Projekten mit mehreren Prüffeldern kann der Preis steigen.
Welche Geozellenart eignet sich für Tonböden in Dortmund?
Für die weichen, tonigen Schichten im Dortmunder Untergrund empfehlen wir Geozellen aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit einer Kammerhöhe von mindestens 100 mm. Sie bieten ausreichend Steifigkeit, um das Füllmaterial zu halten und Lasten gleichmäßig zu verteilen.
Muss ich vor dem Einbau der Geozelle eine Baugrunduntersuchung machen?
Ja, unbedingt. Ohne Kenntnis der Tragfähigkeit des Planums (Ev2-Wert) und der Bodenart kann die Geozelle nicht korrekt bemessen werden. Wir führen vorab eine Plattendruckprüfung und eine Kornverteilung des Untergrunds durch – das ist die Basis jeder erfolgreichen Bemessung mit Geozellen.